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Aktuelles (Pressemitteilungen)

1. September: Alle hatten einen Namen

11.08.2016

Riedstadt, 11. August 2016 - Am Donnerstag, 1. September um 10:00 Uhr ist es wieder soweit: Vitos Riedstadt gedenkt in der Hospitalkirche den Opfern der Euthanasiegesetze. 596 seelisch kranke und geistig behinderte Personen sind in der Zeit des Nationalsozialismus aus dem Philippshospital abtransportiert und ermordet worden.

In diesem Jahr ist das Vitos Philippshospital unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. Harald Scherk (Ärztlicher Direktor des Vitos Klinikums Riedstadt und Klinikdirektor des Vitos Philippshospitals)  und Christine Lohr (Krankenpflegedirektorin des Vitos Klinikums Riedstadt) Gastgeber.  Thema ist in diesem Jahr „Psychiatrie damals und heute“. Daher trägt der Vortrag, den der Ärztliche Direktor, Priv.-Doz. Dr. med. Harald Scherk, halten wird, den Titel „Euthanasie – Geht uns das noch etwas an?“.

Passend zu diesem Themenkomplex haben sich Schülerinnen des Gymnasiums Gernsheim gemeinsam mit ihrem Lehrer Martin Schnarrenberger mit dem Buch beschäftigt „Hilde Steppe (Hrsg.): Krankenpflege im Nationalsozialismus“.  Außerdem fanden mehrere Besuche im Philippshospital und dem Psychiatrie-Museum statt. Die Schülerinnen haben sich mit ehemaligen und heutigen Mitarbeitern der Klinik ausgetauscht und werden über ihre gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen der Veranstaltung berichten.

Um den 596 Opfern ihre Identität zurückzugeben,  werden während der Gedenkminute am Stein die Namen von 50 Opfern verlesen.

Die musikalische Begleitung der Veranstaltung erfolgt durch ein Bläser-Ensemble  des Gymnasiums Gernsheim.

Sie sind herzlich eingeladen.