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Gerontopsychiatrie

Die Gerontopsychiatrie beschäftigt sich mit psychischen Erkrankungen im Alter, deren Besonderheiten darin liegen, dass die körperlichen und auch situativen Veränderungen des alten Menschen bestimmte Krankheitsbilder modifizieren, was auch in besonderem Maße für die Verträglichkeit und Anwendbarkeit von Medikamenten gilt.

und zum anderen Störungen der Hirnfunktionen selbst, beispielsweise in Form der Alzheimerschen Erkrankung aber auch Depressionen, Belastungsreaktionen sowie Psychosen und Abhängigkeitserkrankungen.

Die Behandlung erfolgt auf den beiden gerontopsychiatrischen Stationen 9/2 und 9/3. Beide Stationen verfügen über je 23 Betten in Zwei-Bett-Zimmern.

Die Behandlung erfolgt nach einem Gesamtbehandlungsplan, der einzel- und gruppentherapeutische ebenso wie psychotherapeutische und sozialpsychiatrische Behandlungsansätze integriert und die spezifischen fachlichen Kompetenzen aller beteiligten Berufsgruppen in einem abgestimmten Behandlungsplan bündelt.

Ziele der Behandlung sind Heilung, Besserung und Linderung der Beschwerden sowie die Wiederherstellung von Gesundheit, die Verbesserung der Lebenszufriedenheit und die Stärkung der Selbstbefähigung. Weitere Ziele sind der Aufbau einer Tagesstruktur, die Förderung lebenspraktischer Fähigkeiten, die Förderung einer sicheren Mobilität, eine verbesserte Kommunikationsfähigkeit, die Herstellung sozialer Kontakte und die Vermittlung zu geeigneten Lebensräumen.

Bei Demenz-Ersterkrankungen wird eine ausführliche Diagnostik durchgeführt, um behandelbare Demenzursachen herauszufinden. Bei allen Patienten erfolgt eine eingehende psychiatrische, internistische und neurologische Untersuchung, daneben Laboruntersuchungen, EKG und EEG Ableitung, bei Bedarf auch Röntgenuntersuchungen des Thorax und/oder der Knochen. Bei bestimmten Krankheitsbildern werden eine Computertomographie oder Kernspintomographie des Gehirns veranlasst, diese Untersuchungen werden in der Regel in einer Röntgenpraxis in Darmstadt durchgeführt.

Das übergeordnete Ziel unserer Therapieangebote besteht in der Schaffung eines Sicherheit gebenden, Struktur fördernden und aktivierenden therapeutischen Milieus. Angeboten werden

-       soziotherapeutische Gruppen (Kochgruppe, Ausflugs-

        und Einkaufsgruppe, Cafeteria-Besuch, Morgenrunde,

        Meeting, Singgruppe mit Unterstützung der

        Laienhelfer, Entspannungsgruppe,

         Konzentrationstraining),

-        psychoedukative Gruppen (Medikamentengruppe,

         Gesprächsgruppe für depressive Patienten,

         Angehörigengruppe),

-        Bewegungstherapie (Bewegungsgruppe zur

         Kreislaufaktivierung, Mobilisierung und Kräftigung,

         Einzelarbeit zur Verbesserung und Erhaltung der

         Beweglichkeit und Gehfähigkeit, Training von

        Techniken zur Verbesserung der Gehfähigkeit mit

        Hilfsmitteln, Entspannung und Verbesserung der

        Körperwahrnehmung durch taktile Angebote wie z.B.

        Igelballmassage),

-          Physiotherapie

-          Ergotherapie

-          rezeptive Musiktherapie,

-          psychologische Einzelgespräche und

           Gesprächsgruppen