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Depressionen

Die Depression ist die häufigste psychische Störung mit niedergeschlagen-gedrückter Stimmungslage, Antriebsminderung, eventuell Angst und Selbsttötungsneigung. Die Ursachen für eine Depression sind außerordentlich verschieden.

Bei besonders schweren Formen der Depression treten häufig unterschwellige oder akute Suizidgedanken auf. Schätzungen zufolge gehen der weitaus überwiegende Teil der jährlich 12.000 Suizide in Deutschland auf Depressionen zurück.
Eine adäquate Diagnostik sowie eine Therapie mit verschiedenen Behandlungsansätzen werden in den Vitos Kliniken, Tageskliniken und psychiatrischen Ambulanzen auf fachlich hohem Niveau geleistet.

Der Wechsel von Depressionen mit ausgeprägter Euphorie wird "Bipolare Störung" genannt. 

Depressive Erkrankungen können mit einer Reihe von körperlichen Symptomen einhergehen. Dazu gehören zum Beispiel Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und sogar Schmerzen in verschiedenen Körperregionen.
Zu den Zeichen, die eine Diagnose Depression bestätigen, gehören vor allem: Antriebshemmungen, Stimmungseintrübungen, Schlafstörungen, chronische Abgeschlagenheit und innere Unruhe. Begleitet werden können diese Symptome durch Gefühle der Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit, Minderwertigkeitsempfindungen, Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Ein weiteres Merkmal ist vermindertes oder erlahmtes sexuelles Interesse.

Die Station 9/4 ist auf die Behandlung depressiver Störungen spezialisiert. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, psychiatrischen Fachkrankenschwestern und -pflegern, Arbeits-, Ergo- und Kunsttherapeuten, Sozialarbeitern und Seelsorgern führt die Behandlung auf der Grundlage einer psychotherapeutischen Basistherapie durch.

Großen Wert legen wir auf die Erarbeitung individueller Behandlungsziele mit jedem Patienten. In erster Linie wird dabei eine Besserung der im Rahmen der Depression bestehenden Symptome angestrebt. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf eine salutogenetisch ausgerichtete Behandlung, die die Aktivierung der eigenen Ressourcen in besonderem Maße berücksichtigt. Jeder Patient verfügt auch stets über gesunde Anteile, die es zu entdecken und zu fördern gilt.

 Bei der Behandlung depressiver Störungen gehen wir von einem psychodynamischen Krankheitsmodell aus.  Zentral dabei und inzwischen auch wissenschaftlich gesichert, ist die Annahme eines depressiven Grundkonflikts und seine Bewältigung. Verlust-, Verunsicherungs- oder Enttäuschungserlebnisse in der Kindheit und Jugend sind wichtige Ursachen für die Entstehung der depressiven Erkrankung im späteren Leben.

Zu Beginn der Behandlung stellen wir durch ein unaufdringliches Zuhören die Bereitstellung von Zeit und Raum  unseren Patienten zur Verfügung um somit den Betroffenen die therapeutische Möglichkeit zu bieten ihre Verletzlichkeit in ihren Beziehungen, die in der Regel auf ein Zusammenspiel biologischer Faktoren und lebensgeschichtlicher Erfahrungen zurückzuführen ist, zu erkennen und zu berücksichtigen. Von Anfang an der Behandlung wird die Möglichkeit geboten geeignete Schutzmaßnahmen und Selbsthilfestrategien zu entwickeln und diese in ihrer Alltagsgestaltung berücksichtigen zu können.

Spezifische Therapieangebote sind:

-          psychotherapeutische Einzelgespräche

-          Psychopharmakotherapie

-          Lichttherapie (optional)

-          Schlafentzug (optional)

-          Depressionsgruppe Basis (störungsspezifisch)

-          Depressionsgruppe Aufbau (ausdruckszentriert)

-          Selbstsicherheitstraining

-          Entspannungstraining

-          Psychoedukation

-          Bewegungstherapie

-          Ergotherapie

-          Kunsttherapie

-          Hirnleistungstraining

-          Yoga

-          Physiotherapie

-          Bewegungs- und Ernährungsgruppe

-          individuelle Belastungserprobungen im Alltag und im Berufsleben

 

Im weiteren Behandlungsverlauf sind nach der  Erarbeitung eines spezifischen Krankheits- und Störungsverständnisses, der Schutz- und Selbsthilfemaßnahmen die Erarbeitung, Erprobung und Einübung  von hilfreicheren Bewältigungs- und Beziehungsstrategien, sowie das Erkennen von Frühzeichen. Im Vorfeld der Entlassungsplanung wird das Kennenlernen und rechtzeitige Beachten von Frühwarnzeichen der Depression besonders beachtet. Wenn die Patienten lernen, ihre Frühwarnzeichen zu erkennen und geeignete Schutz- und Entlastungsmaßnahmen einleiten, kann der Ausbruch einer psychischen Erkrankung in den meisten Fällen verhindert oder die Krankheitsphase zumindest gemildert werden.

Wir unterstützen unsere Patienten bei der Vorbereitung und Einleitung geeigneter Nachsorgemaßnahmen in Kooperation mit den teilstationären und ambulanten Diensten im Versorgungsgebiet der Klinik.

Durchgehend steht im Mittelpunkt unserer Depressionsbehandlung die Förderung, Wiedererlangung und Erhaltung der alltagswichtigen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Selbstversorgung und Selbstfürsorge sowie die Übernahme von Eigenverantwortung und Selbststeuerung.