Sie befinden sich auf: >Einrichtungen >Psychiatrie > Ansprechpartner

Über uns

Grundlinien der Behandlung

Die Behandlung ist einer ganzheitlichen, der Gesundheit förderlichen Sichtweise verpflichtet: Die Patienten werden in ihrer Gesamtheit wahrgenommen, woraus folgt, dass wir neben den kranken Anteilen auch die gesunden Anteile erkennen und fördern wollen. Diagnostik und Behandlung beziehen sich also nicht nur auf die Erkrankung, sondern orientieren sich auch an den subjektiven Bedürfnissen und den vorhandenen Ressourcen der Patienten. Im Rahmen dieser Sichtweise erfolgt nach sorgfältiger und mehrdimensionaler Diagnostik eine Therapie, die auf den 3 Säulen fußt: Psychotherapie, Psychopharmakotherapie, Soziotherapie, und die neben der Unterstützung und Hilfe bei Problemen der Aktivitäten des täglichen Lebens auch die Förderung von Selbstheilungskräften und gesundheitsbewusstem Verhalten umfasst.

 

Das Modellprojekt der WHO

Im Jahre 1993 hat die Weltgesundheitsorganisation, Sektion Europa mit Sitz in Kopenhagen, das Philippshospital als einzige psychiatrische Klinik in ein europaweites Netzwerk von 20 Kliniken aufgenommen, die neue Modelle der Gesundheitsförderung und Prävention im Krankenhaus entwickeln und erproben. Das Philippshospital wurde ausgewählt, weil Mitarbeiter der Klinik gemeinsam ein Konzept zur zukünftigen Entwicklung erarbeitet hatten, welches den Vorstellungen der Weltgesundheitsorganisation entsprach. Bis zum Jahre 1998, dem Abschluss der Modellphase, entstanden hier unter anderem in Gestalt der Psychoedukativen Familienintervention und einem speziellen Trainingsprogramm für Mitarbeiter zur Prävention von Gewalt innovative Angebote, die unter anderem in einem im Jahr 1999 erschienenen Abschlussbericht zusammengestellt sind. Nach erfolgreichem Ende der Modellphase hat die Weltgesundheitsorganisation das Netzwerk für andere Interessenten geöffnet und das Philippshospital beauftragt, eine Task Force for Mental Health Promoting Psychiatric Services zu gründen (www.hphnet.org; www.hpps.net). Die Task Force organisiert jährliche Konferenzen, die dem fachlichen Austausch dienen und führt einzelne wissenschaftliche Projekte durch. Mittlerweile gehören dem Netz über 600 Kliniken in Europa, Nordamerika und Asien an.

Partnerschaften

Die Klinik ist seit 1993 Mitglied der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für seelische Gesundheit. In diesem Rahmen besteht eine Partnerschaft mit den psychiatrischen Kliniken in Auschwitz und in Bielsko-Biala.

Darüber hinaus berät die Klinik im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums die Region Donezk/Ukraine beim Aufbau einer modernen sozialpsychiatrischen Versorgung.

Wissenschaftliche Kooperation

Die Klinik kooperiert in der Durchführung von Studien unter anderem zu dem Vergleich verschiedener Psychotherapieverfahren bei der Depression, der Wirksamkeit aufsuchender Hilfen bei schweren seelischen Erkrankungen, der Förderung gesundheitsbewusstem Verhaltens, der Effekte psychoedukativer Familienintervention mit benachbarten Universitäten in Mainz, Mannheim, Darmstadt und Frankfurt.  Hieraus entsteht ein reger Austausch in Form von gemeinsamen Symposien, Praktika und regelmäßigen Lehrveranstaltungen